Mein Weg zum KfW-Kredit – so habe ich als Unternehmer Schritt für Schritt die Finanzierung bekommen

Ich weiß noch genau, wie nervös ich war, als ich das erste Mal den Gedanken hatte: „Alex, jetzt brauchst du wirklich einen Kredit.“
Die Auftragslage war top, die Umsätze stiegen, aber genau deswegen stand ich vor einem Problem: Neue Maschinen, höhere Materialkosten und gleichzeitig Rechnungen von Kunden, die erst Wochen später bezahlt wurden.
Mein Gedanke: Wenn ich das nicht finanziert bekomme, bremse ich mein eigenes Wachstum aus. Und genau da kam der KfW-Unternehmerkredit ins Spiel.


Schritt 1: Bedarf wirklich klar definieren

Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, einfach „irgendwas“ finanzieren zu wollen.
Doch die Bank will genau wissen: Wofür brauchst du das Geld?
Also habe ich mich hingesetzt und einen genauen Plan erstellt:

  • Investition in zwei neue Maschinen (Kostenpunkt: knapp 120.000 €)
  • Aufstockung des Warenlagers (30.000 €)
  • Puffer für Betriebskosten (20.000 €)

Erst als ich das klar aufgeschrieben hatte, konnte ich sinnvoll weitergehen.


Schritt 2: Hausbank einbinden

Der nächste Gang war zu meiner Hausbank. Ich dachte: „Die kennen mich, das läuft bestimmt easy.“
Aber die Wahrheit: Auch hier musste ich überzeugen. Denn die Bank entscheidet, ob sie meinen Antrag an die KfW weiterleitet oder nicht.
Mein Bankberater hat mir sofort gesagt: „Alex, du brauchst belastbare Zahlen und eine plausible Rückzahlungsstrategie.“

Ich habe also folgende Unterlagen vorbereitet:

  • BWA und Jahresabschluss
  • Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate
  • Investitionsplan inkl. Nutzen der Maschinen
  • Businessplan-Update

Schritt 3: Der eigentliche Antrag

Das war der Punkt, an dem ich dachte: „Jetzt wird’s bürokratisch.“
Aber: Eigentlich ging es erstaunlich schnell, weil meine Bank alles digital an die KfW weitergereicht hat.
Wichtig war, dass ich bei der Kredithöhe realistisch geblieben bin. Lieber etwas weniger beantragen und Spielraum behalten, als sich mit einer zu großen Summe gleich unnötig Druck aufladen.


Schritt 4: Warten auf die Entscheidung ⏳

Die härteste Phase: Warten.
Zwischen Antrag und Zusage lagen bei mir knapp drei Wochen. In dieser Zeit habe ich mir natürlich ständig Sorgen gemacht: „Was, wenn sie ablehnen?“
Aber: Die KfW arbeitet in festen Programmen, und wenn die Bank dich als tragfähig einschätzt, sind die Chancen ziemlich gut.


Schritt 5: Zusage & Auszahlung

Der Anruf vom Bankberater war einer der schönsten Momente meiner Unternehmerlaufbahn: Kredit bewilligt.
Und das Beste: Die Zinsen lagen gut unter dem, was ich für einen klassischen Betriebsmittelkredit bekommen hätte.
Die Auszahlung erfolgte wenige Tage später – und ich konnte direkt loslegen, meine Investitionen umzusetzen.


Meine Learnings aus dem Prozess

  1. Früh anfangen. Wenn du erst anfängst, dich um Finanzierung zu kümmern, wenn das Konto leer ist, wird’s stressig.
  2. Gut vorbereitet ins Bankgespräch gehen. Zahlen, Pläne, Argumente – alles auf den Tisch.
  3. Realistisch bleiben. Nicht übertreiben bei der Kreditsumme, sonst winkt die Bank ab.
  4. Die persönliche Beziehung zählt. Mein Bankberater war letztlich mein größter Verbündeter.

Heute bin ich froh, dass ich damals diesen Schritt gegangen bin. Der KfW-Kredit hat mir nicht nur Luft verschafft, sondern mein Unternehmen auf das nächste Level gehoben.
Und ich kann jedem Unternehmer nur raten: Trau dich, diesen Weg zu gehen. Es ist weniger kompliziert, als es von außen aussieht – wenn du es richtig angehst.


 

Auxmoney Unternehmerkredit im Test – meine ehrliche Erfahrung als Selbstständiger

Als ich vor einiger Zeit auf der Suche nach frischem Kapital für mein Unternehmen war, bin ich nicht nur über klassische Banken gestolpert. Immer wieder tauchte ein Name in den Google-Suchergebnissen auf: auxmoney.
Ehrlich gesagt war ich erst skeptisch. Eine Plattform, die Kredite von privaten Anlegern vermittelt? Das klang für mich eher nach Risiko als nach seriöser Finanzierung. Aber wie so oft im Unternehmertum: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Also habe ich es ausprobiert.


Warum ich mich für auxmoney interessiert habe

Der Hauptgrund war simpel: Ich wollte schneller an Kapital kommen als bei meiner Hausbank. Dort hätte ich wieder stapelweise Unterlagen einreichen und wochenlang warten müssen.
Auxmoney hat dagegen mit diesen Punkten geworben:

  • Kredite für Selbstständige und Unternehmer abseits der klassischen Bank
  • keine übertriebene Fixierung auf die Schufa
  • komplett digitaler Antrag
  • flexible Beträge bis 50.000 €

Das hat mich neugierig gemacht.


Der Antrag – so lief’s wirklich ab 📑

Ich habe mich online angemeldet, ein Profil erstellt und Angaben zu meinem Unternehmen gemacht. Was mich überrascht hat:

  • Die Fragen waren deutlich einfacher als bei der Bank.
  • Es wurde zwar eine Bonitätsprüfung gemacht, aber nicht so knallhart wie bei klassischen Banken.
  • Nach ein paar Minuten hatte ich schon eine unverbindliche Einschätzung, wie viel Kredit drin wäre.

Das fühlte sich im ersten Moment fast zu einfach an. Aber genau das ist wohl das Konzept: weniger Bürokratie, mehr Tempo.


Die Konditionen – nicht perfekt, aber fair

Ich will ehrlich sein: Der Zinssatz war höher als bei einem Förderkredit der KfW oder bei einer Bank mit sehr guter Bonität. Aber dafür hatte ich auch keine ewigen Diskussionen, kein wochenlanges Warten und keine 100 Nachweise.
Für mich war das ein klassischer Trade-off:

  • Schnell + unkompliziert = etwas teurer
  • Langsam + günstig = klassische Bank oder Förderkredit

Da ich das Geld sofort brauchte, war es für mich okay.


Auszahlung und Nutzung 🚀

Die Auszahlung kam nach wenigen Tagen, das war wirklich beeindruckend. Ich konnte das Kapital sofort in meine geplante Investition stecken – neue Maschinen für mein kleines Produktionsunternehmen.
Das hat mir nicht nur mehr Aufträge gebracht, sondern auch den Cashflow stabilisiert. Ohne diese schnelle Finanzierung hätte ich wahrscheinlich ein paar gute Chancen verpasst.


Für wen ist auxmoney geeignet?

Meiner Meinung nach ist auxmoney perfekt für:

  • Selbstständige und Unternehmer, die bei Banken durch das Raster fallen.
  • Gründer, die noch keine langen Bilanzen vorweisen können.
  • Unternehmer, die schnell Liquidität brauchen und dafür bereit sind, etwas höhere Zinsen zu zahlen.

Nicht geeignet ist es, wenn du super viel Zeit hast und die allerbesten Konditionen suchst. Dann solltest du dir lieber KfW-Kredite oder Förderprogramme anschauen.


Mein Fazit zum Unternehmerkredit über auxmoney

Ich würde es wieder machen.
Klar, die Konditionen sind nicht das absolute Schnäppchen – aber die Kombination aus Schnelligkeit, Einfachheit und Flexibilität ist für viele Unternehmer Gold wert.
Auxmoney hat für mich bewiesen, dass es mehr ist als nur eine Nischenlösung. Es ist eine echte Alternative zur Bank, besonders in Situationen, wo Zeit und unkomplizierter Zugang wichtiger sind als der letzte halbe Prozentpunkt beim Zinssatz.


💬 Meine Frage an dich:
Hast du schon mal einen Kredit über auxmoney aufgenommen oder mit einer ähnlichen Plattform gearbeitet? Schreib mir deine Erfahrungen, ich finde es mega spannend, wie andere Unternehmer das sehen.


 

KfW-Unternehmerkredit aktuell – so sicherst du dir die besten Konditionen

Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal von den KfW-Krediten gehört habe, dachte ich ehrlich gesagt: „Klingt gut, aber bestimmt nur was für große Konzerne.“
Falsch gedacht. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat speziell für uns Unternehmer Programme, die oft deutlich günstiger sind als normale Bankkredite – und 2025 gibt’s ein paar interessante Neuerungen, die man kennen sollte.


Was ist der KfW-Unternehmerkredit überhaupt?

Kurz gesagt: Ein Förderkredit der Bundesregierung, der über deine Hausbank beantragt wird.
Die KfW gibt das Geld nicht direkt an dich raus, sondern deine Bank ist der Ansprechpartner – sie reicht den Antrag ein, du bekommst die Mittel und profitierst von den KfW-Konditionen.

Vorteile, die ich selbst erlebt habe:

  • Zinsvorteile gegenüber normalen Geschäftskrediten
  • Lange Laufzeiten (bis zu 20 Jahre möglich)
  • Hohe Kreditsummen – bis zu 25 Mio. € in manchen Programmen
  • Auch für Investitionen und Betriebsmittel geeignet

Für wen ist der Kredit 2025 interessant?

Ich finde besonders spannend, dass die KfW nicht nur junge Start-ups unterstützt, sondern auch etablierte Unternehmen.
Egal ob du Maschinen kaufen, Lagerbestände aufbauen oder einfach deine Liquidität stärken willst – der Unternehmerkredit kann in vielen Fällen passen.

Neu 2025: Es gibt angepasste Programme, die stärker auf nachhaltige Investitionen setzen. Wenn du z. B. deine Produktion energieeffizienter machen willst, kannst du mit noch besseren Konditionen rechnen.


Wie läuft die Beantragung ab?

Als ich das erste Mal versucht habe, den Antrag zu stellen, hab ich mich fast im Papierkram verirrt. Hier mein Tipp: Vorbereitung ist alles.
Der Ablauf sieht im Grunde so aus:

  1. Bedarf klären – Wofür genau brauchst du das Geld?
  2. Hausbank kontaktieren – Ohne die geht es nicht, die KfW arbeitet nur über durchleitende Banken.
  3. Unterlagen vorbereiten – Businessplan, Jahresabschlüsse, Planrechnungen, Investitionsbeschreibung
  4. Bankgespräch führen – Die Bank prüft deine Bonität und leitet den Antrag an die KfW weiter
  5. Zusage abwarten – Kann je nach Bank und KfW-Bearbeitung ein paar Wochen dauern

Die Zinsen 2025 – was du wissen musst 📊

Die KfW legt ihre Zinssätze regelmäßig neu fest. 2025 liegen sie – je nach Bonitäts- und Risikoklasse – teils deutlich unter den Marktzinsen.
Ein Beispiel:
Während du für einen normalen Betriebsmittelkredit aktuell vielleicht 5–7 % zahlst, kann der KfW-Unternehmerkredit in der günstigsten Risikoklasse auch mal bei unter 3,5 % liegen.
Aber Achtung: Deine Hausbank kann einen Aufschlag berechnen. Deswegen unbedingt vergleichen und offen ansprechen.


Mein persönlicher Tipp für mehr Erfolg bei der Zusage

Ich habe bei meinem Antrag gemerkt:
Die Bank prüft nicht nur Zahlen, sondern auch den Eindruck, den du als Unternehmer machst. Wenn du klar zeigen kannst, wie das Geld einen messbaren Nutzen für dein Unternehmen bringt, steigen die Chancen enorm.

  • Bereite eine kleine Präsentation vor (selbst wenn es nur ein paar Folien sind)
  • Zeig, dass du Rückzahlungsfähigkeit und Planungssicherheit hast
  • Erwähne, wenn deine Investition auch politisch gewollte Ziele wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung fördert

Der KfW-Unternehmerkredit 2025 ist für mich eines der spannendsten Finanzierungsinstrumente in diesem Jahr.
Ob du ein kleines Start-up bist oder ein etabliertes Unternehmen führst – wenn du investierst oder Liquidität sichern willst, solltest du prüfen, ob sich diese Förderung für dich lohnt.
Mein Rat: Frühzeitig informieren und gezielt mit der Bank sprechen. Wer gut vorbereitet ins Gespräch geht, spart am Ende oft nicht nur Nerven, sondern auch bares Geld.


 

Liquiditätsengpässe überbrücken – so findest du als Unternehmer den richtigen Kredit

Ich erinnere mich noch gut an meinen eigenen „Autsch-Moment“. Es war ein Dienstagmorgen, der Kaffee war noch nicht mal leer, da flatterte eine Lieferantenrechnung ins Postfach – vierstelliger Betrag, Zahlungsziel: 7 Tage.
Soweit kein Problem, dachte ich … bis ich in die Kasse geschaut habe. Kurz gesagt: Sie gähnte mich an. Willkommen in der Realität vieler Unternehmer – die Aufträge laufen, aber das Geld ist gerade im falschen Moment gebunden.
Genau für solche Momente ist das Wissen um die richtige Kreditlösung Gold wert.
Heute zeige ich dir, wie du strukturiert an die Sache rangehst, ohne dich in der Kreditfalle wiederzufinden.


Erstmal verstehen: Warum kommt es überhaupt zum Engpass?

Liquiditätsengpässe sind oft nicht das Ergebnis schlechter Geschäfte, sondern von Zeitverschiebungen zwischen Einnahmen und Ausgaben.
Ein paar typische Szenarien aus meinem Alltag und von befreundeten Unternehmern:

  • Großauftrag abgeschlossen – Zahlungseingang aber erst in 60 Tagen
  • Plötzliche Großinvestition in Waren oder Technik
  • Saisonabhängige Einnahmen (Grüße an alle Gastro-Betreiber im Januar)
  • Unvorhergesehene Ausgaben wie Reparaturen oder Steuernachzahlungen

Ich hab gelernt: Wer diese Ursachen kennt, kann gezielter nach dem passenden Finanzinstrument suchen.


Welche Kreditarten kommen infrage?

Als ich meinen ersten Überbrückungskredit suchte, hab ich gemerkt, dass „Kredit“ nicht gleich „Kredit“ ist. Es gibt mehrere Varianten – und jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

1. Kontokorrentkredit
Das ist im Grunde dein Dispo fürs Geschäftskonto. Schnell verfügbar, flexibel, aber meist mit höheren Zinsen. Ideal, wenn du nur kurzfristig etwas überbrücken musst.

2. Betriebsmittelkredit
Perfekt, wenn du laufende Kosten wie Miete, Löhne oder Material finanzieren musst. Feste Laufzeiten und meist günstigere Konditionen als beim Kontokorrent.

3. Factoring
Eine clevere Lösung, wenn Kunden lange Zahlungsziele haben. Deine offenen Rechnungen werden sofort ausgezahlt – gegen eine Gebühr.

4. Lieferantenkredite
Oft unterschätzt: Verhandle längere Zahlungsziele direkt mit deinem Lieferanten. Kein Banktermin nötig, aber ein gutes Vertrauensverhältnis.


Die Kunst des richtigen Timings ⏳

Mein Fehler damals: Ich habe gewartet, bis es fast zu spät war. Banken und Kreditgeber reagieren aber entspannter, wenn du frühzeitig anfragst.
Merke dir:
Je früher du den Bedarf erkennst und anfragst, desto größer ist deine Auswahl und desto besser sind oft die Konditionen.


So findest du den passenden Kreditgeber

Ich habe über die Jahre eine kleine Checkliste entwickelt, die mir hilft, schnell den richtigen Partner zu finden:

  • Vergleichsportale nutzen, um erste Konditionen zu sehen
  • Hausbank ansprechen, vor allem wenn es schon eine gute Beziehung gibt
  • Alternative Finanzierer wie Online-Kreditplattformen prüfen – oft schneller in der Zusage
  • Förderbanken (z. B. KfW) nicht vergessen – gerade für Unternehmer gibt’s spezielle Programme

Und noch was: Nicht nur auf den Zins starren. Sondertilgungen, Bereitstellungszinsen und Flexibilität können wichtiger sein als der reine Nominalzins.


Ein Liquiditätsengpass muss nicht das Ende der Welt sein – aber er kann zum Problem werden, wenn man ihn ignoriert.
Mit dem richtigen Kredit (und einem Plan, wie man ihn zurückzahlt) kannst du solche Phasen nicht nur überstehen, sondern sogar als Chance nutzen, dein Geschäft stabiler aufzustellen.
Ich selbst hab gelernt, dass es nicht nur darum geht, einen Kredit zu finden, sondern den richtigen für genau deine Situation. Und wenn du ihn früh genug einplanst, schläfst du nachts deutlich ruhiger.


 

Meine Erfahrungen mit Unternehmerkrediten – von der Idee bis zur Auszahlung

Es gibt diesen einen Moment im Unternehmerleben, da steht man da, starrt auf die Zahlen und denkt: „Okay, jetzt muss ich investieren – oder ich trete auf der Stelle.“ Genau so ging es mir vor ein paar Jahren.
Ich hatte ein solides Geschäft, treue Kunden, aber ich wusste: Wenn ich jetzt nicht expandiere, wird es schwer, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Also habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Unternehmerkredit gemacht. Klingt erstmal einfach – ist es aber nicht.


Der erste Schock: Angebote ohne Ende

Als ich anfing zu recherchieren, fühlte ich mich wie im Dschungel.
Hausbanken, Direktbanken, Förderkredite, Peer-to-Peer-Plattformen, FinTechs – jeder verspricht, die beste Lösung zu haben. Aber der Teufel steckt im Detail:

  • Zinssätze klingen top, aber nur auf den ersten Blick.
  • Laufzeiten passen manchmal gar nicht zum Cashflow.
  • Und die Bonitätsprüfung ist bei manchen Anbietern härter als bei einem Banküberfall.

Ich habe ziemlich schnell gemerkt: Ohne Plan bist du verloren.
Deshalb hier mein Tipp Nummer 1: Bevor du überhaupt einen Antrag stellst, rechne knallhart durch, wie viel Kapital du brauchst und wie du es zurückzahlst.


Schritt-für-Schritt: So bin ich vorgegangen

Ich bin ein Freund davon, Dinge strukturiert anzugehen – auch wenn es im Unternehmeralltag oft chaotisch ist. So habe ich es gemacht:

  1. Kapitalbedarf ermittelt
    Ich habe nicht nur den reinen Investitionsbetrag kalkuliert, sondern auch Puffer für unvorhergesehene Ausgaben eingeplant. (Kleiner Spoiler: Den Puffer brauchte ich wirklich.)
  2. Cashflow-Plan erstellt
    Ich habe mir angeschaut, wie sich die Kreditrate Monat für Monat in meine Liquidität einfügt. Das hat mir später geholfen, Angebote realistisch zu bewerten.
  3. Anbieter verglichen
    Ich habe Online-Vergleichsportale genutzt, aber auch bei meiner Hausbank angeklopft. Überraschung: Ein FinTech-Anbieter war am Ende günstiger – und schneller.

Warum ich mich am Ende für ein FinTech entschieden habe 🚀

Die Hausbank war nett, keine Frage. Aber die Prüfung hat sich gezogen wie Kaugummi.
Der FinTech-Anbieter hingegen hatte:

  • digitale Antragstellung
  • Kreditentscheidung in 48 Stunden
  • Auszahlung innerhalb von 5 Tagen

Natürlich war der Zinssatz leicht höher als bei der Bank. Aber die Geschwindigkeit und die Flexibilität (Sondertilgungen ohne Strafgebühr!) waren für mich wichtiger.


Mein Tipp für Unternehmer, die jetzt nach einem Kredit suchen

Wenn ich heute zurückschaue, würde ich jedem Unternehmer raten:
Schau nicht nur auf den Zinssatz.
Eine schnelle Auszahlung kann entscheidend sein, wenn du eine Gelegenheit nutzen willst. Manchmal ist es besser, 0,5 % mehr Zinsen zu zahlen, als einen Auftrag zu verlieren, weil das Geld zu spät kommt.

Und noch etwas: Förderkredite sind oft eine unterschätzte Option. Ich habe sie damals nicht genutzt, weil ich schnell Kapital brauchte – aber wenn du Zeit hast, kann ein KfW-Unternehmerkredit richtig attraktiv sein.


Kurzes Fazit – und mein Ausblick

Heute weiß ich: Die Wahl des richtigen Kredits ist eine Mischung aus Rechnen, Vergleichen und Bauchgefühl.
Ich habe durch meinen ersten Unternehmerkredit nicht nur expandiert, sondern auch gelernt, wie wichtig Liquiditätsplanung ist.
Und das Beste: Wenn du einmal diesen Prozess durchlaufen hast, bist du beim nächsten Mal viel schneller – und verhandelst selbstbewusster.

Falls du gerade an diesem Punkt stehst: Nimm dir die Zeit, deine Optionen zu prüfen.
Und ja – auch mal ungewöhnliche Wege gehen. Genau das hat mir damals den entscheidenden Vorsprung gegeben.


💬 Frage an dich:
Hast du schon mal einen Unternehmerkredit aufgenommen?
Schreib’s mir in die Kommentare – ich bin gespannt, welche Erfahrungen du gemacht hast.


 

Kredit trotz mäßiger SCHUFA: So habe ich es als Selbstständiger trotzdem geschafft

Ich geb’s zu: Meine SCHUFA war 2021 nicht gerade ein Vorzeigezeugnis.
Kein Totalschaden, aber auch nichts, womit man bei einer klassischen Hausbank mit einem Lächeln durch die Tür spaziert.
Trotzdem brauchte ich 15.000 € – und zwar für ein Projekt, das ich nicht verpassen wollte.
Ergebnis: Geld bekommen. Ohne Horrorzins. Und legal.


Die Wahrheit über die SCHUFA und Selbstständige

Viele Selbstständige vergessen: Die SCHUFA ist nur ein Teil des Gesamtbilds.
Ja, ein schwacher Score schreckt Banken ab – aber er ist nicht das einzige Kriterium.
Gerade alternative Finanzierer, spezialisierte Plattformen und manche Direktbanken schauen stärker auf deine aktuellen Zahlen und nicht nur auf den Score aus der Vergangenheit.


Mein Weg: 4 Schritte zum Kredit trotz mittelmäßiger SCHUFA

1. Einnahmen klar dokumentieren

Ich hab meine letzten 12 Monate Umsatz + Gewinn aufbereitet, inkl. Kontoauszüge.
💡 Wichtig: Kein Durcheinander. Alles sauber und nachvollziehbar.


2. Sicherheiten anbieten – auch unkonventionell

Kein Haus, aber ich hab einen laufenden Wartungsvertrag mit einem großen Kunden als Sicherheit angeboten (Abtretung im Notfall).
Das hat Vertrauen gebracht.


3. Die richtigen Anbieter wählen

Ich hab nicht bei einer Sparkasse oder Volksbank angefragt, sondern hier:

  • Smava (Vermittler, vergleicht viele Partner)
  • auxmoney (privat finanzierte Kredite, flexibler bei Score)
  • iwoca (blickt stark auf Cashflow statt SCHUFA)

💬 Tipp: Auch Creditolo oder Bon-Kredit sind Optionen, wenn’s eng wird – aber Konditionen genau prüfen.


4. Offen ansprechen, was Sache ist

Ich hab nicht versucht, meine SCHUFA zu verschweigen. Stattdessen gesagt:

„Der Score ist nicht perfekt, aber hier sind meine aktuellen Zahlen und hier mein Plan zur Rückzahlung.“
Das wirkt ehrlicher als Ausflüchte – und Banken mögen Ehrlichkeit.


Das Ergebnis

Nach einer Woche hatte ich zwei Zusagen:

  1. auxmoney: 15.000 € – 9,1 % p.a., 48 Monate Laufzeit
  2. iwoca: 10.000 € – 3,2 %/Monat, flexibel

Ich hab mich für auxmoney entschieden, weil ich einen festen Rückzahlungsplan wollte.
Ja, der Zins ist höher als bei einer Top-Bonität – aber immer noch weit weg von „Kredithaien“.


Fehler, die viele machen

❌ Alles gleichzeitig beantragen – sieht in der SCHUFA wie Panik aus
❌ Keine aktuellen Geschäftszahlen vorlegen – wirkt chaotisch
❌ Sich nur auf eine Bank verlassen – keine Vergleichsbasis
❌ Zu hohe Beträge anfragen – lieber realistisch starten


Meine Zusammenfassung

Eine mittelmäßige SCHUFA ist nicht das Ende der Finanzierung.
Du musst nur:

  • die richtigen Anbieter kennen
  • transparent mit deinen Zahlen umgehen
  • Sicherheiten kreativ denken

Dann klappt’s auch ohne Top-Score.


 

Bank oder alternative Finanzierung – Was passt besser zu deinem Unternehmen?

Ich hab in den letzten Jahren echt viele Gespräche geführt, unzählige Finanzierungsangebote durchgeackert und dabei eines gemerkt:
Nicht jede Bank ist die richtige – und nicht jede Alternative ist automatisch besser.
Aber was passt wirklich zu dir, deinem Unternehmen, deiner Branche, deinem Tempo?
Heute will ich dir helfen, das für dich selbst zu beantworten.


Der Klassiker: Finanzierung über die Hausbank

Wenn man als Unternehmer an Kredite denkt, denkt man meistens zuerst an die Hausbank.
Da kennst du deinen Ansprechpartner, hast vielleicht schon jahrelang dort dein Konto – und es fühlt sich „vertraut“ an. Das kann ein Vorteil sein. Muss es aber nicht.
Die Realität ist:
Banken sind langsam geworden.
Sie müssen Vorschriften einhalten, prüfen zig Unterlagen und machen’s dir ehrlich gesagt manchmal echt schwer. Besonders, wenn du nicht den „klassischen“ Mittelstand verkörperst – sprich: stabile Umsätze, feste Kunden, Standardgeschäft.
Ich selbst hab da schon viel Zeit verloren. Viel Papierkram, viele Gespräche – und dann am Ende doch ein Nein. Oder ein Angebot, das so unflexibel war, dass ich’s gar nicht hätte nutzen können.


Die Alternativen: Schnell, digital – aber auch seriös?

In den letzten Jahren hat sich eine neue Szene gebildet: digitale Finanzierungsplattformen, Fintechs, alternative Kreditgeber.
Sie versprechen schnelle Entcheidungen, einfache Abläufe und Finanzierung auch dann, wenn die Bank längst abgewunken hat.
Und ja – ich hab’s ausprobiert.
Innerhalb von 48 Stunden hatte ich eine Zusage, komplett digital, ohne Banktermin und mit fairen Konditionen.

Aber: Nicht alle Anbieter sind gleich seriös.
Du musst genau hinschauen:
Wer steckt dahinter?
Wie transparent sind die Kosten?
Was passiert, wenn du mal nicht pünktlich zahlen kannst?


Die Mischung macht’s

Für mich ist klar: Ich will beides kennen.
Ich hab inzwischen eine gute Kontobeziehung zur Bank – aber ich weiß auch, wo ich im Notfall schnell eine Zwischenfinanzierung herbekomme.

Was ich daraus gelernt habe:
Vergleichen lohnt sich. Und zwar nicht nur beim Zins. Sondern auch bei der Flexibilität, beim Service, bei der Geschwindigkeit – und bei den versteckten Klauseln im Kleingedruckten.


Ob Bank oder Alternative – du brauchst keine Ideologie, sondern eine Finanzierung, die zu deinem Alltag passt.
Willst du schnell entscheiden können? Brauchst du Flexibilität bei der Rückzahlung? Ist dir ein persönlicher Ansprechpartner wichtig?
All diese Fragen musst du dir stellen, bevor du dich festlegst.

Ich sag’s dir ehrlich: Es gibt nicht den einen richtigen Weg.
Aber es gibt den richtigen Weg für dich – und den findest du nur, wenn du offen bleibst.


Wie hast du deine letzte Finanzierung abgewickelt? Klassisch über die Bank – oder bist du auch schon im digitalen Bereich unterwegs?
Ich bin gespannt auf deinen Weg – schreib’s mir gern! 😊

 

Mein Kontenmodell für Selbstständige: Nie mehr Stress mit Rücklagen, Steuern & Kreditraten

Früher hatte ich genau ein Geschäftskonto. Alles ging da rein, alles ging da raus. Umsatz, Miete, Tools, Steuer, private Abhebungen, Kreditrate, PayPal-Käufe – alles bunt gemischt.
Ergebnis?
📌 Ich wusste nie, was wirklich „frei verfügbares Geld“ war.
📌 Steuer-Nachzahlung kam – und ich war blank.
📌 Kreditrate am Monatsende? Nur mit Schweißperlen.

Heute hab ich ein einfaches, aber geniales Kontenmodell, das automatisch Rücklagen bildet, Stress reduziert und mir hilft, finanziell die Kontrolle zu behalten.


Warum ein einziges Geschäftskonto dich ruinieren kann

Klingt hart, ich weiß. Aber wenn du alles über ein einziges Konto laufen lässt:

❌ hast du keine Trennung zwischen operativen Kosten und Rücklagen
❌ gibst du oft Geld aus, das eigentlich gar nicht „dir“ gehört (z. B. Umsatzsteuer oder Vorauszahlung für EÜR)
❌ verlierst du den Überblick – und das Vertrauen von Kreditgebern


Mein Kontenmodell: So hab ich’s aufgebaut

Ich nutze 5 Unterkonten (teilweise bei derselben Bank, teilweise bei Fintechs wie Kontist, Qonto oder FYRST).
So sieht’s bei mir aus:

1. Hauptkonto – Geldeingang & Fixkosten

  • Alle Einnahmen fließen hier ein
  • Von hier aus verteile ich alles automatisiert weiter
  • Fixe Ausgaben wie Software, Hosting etc. werden hier abgebucht

2. Steuerrücklagen-Konto

  • Jeden Eingang buche ich mit 30 % pauschal um (für Einkommensteuer, EÜR, Umsatzsteuer)
  • Dieses Konto wird NIE angerührt
  • Ich nenne es liebevoll „Finanzamt-Falle“

3. Rücklagen-Konto für unvorhergesehene Ausgaben

  • Monatlich fließen hier 5–10 % der Einnahmen hin
  • Für neue Hardware, plötzliche Ausfälle, Reparaturen, etc.
  • Hat mir schon mehrmals den Arsch gerettet

4. Kredit-/Verbindlichkeiten-Konto

  • Hier parke ich monatlich die Rate für laufende Kredite
  • Auch Rückzahlungen an Freunde, Familie etc.
  • Dadurch gerät das nie aus dem Blick

5. Privat-Überweisungskonto

  • Von hier aus zahle ich mir regelmäßig ein „Gehalt“
  • Immer gleich, unabhängig vom Umsatz
  • Hilft enorm bei der privaten Haushaltsplanung

Die Automatisierung – so geht nichts mehr schief

Ich hab mir ein kleines System mit Daueraufträgen gebaut:

  • Immer am 1. des Monats wird alles verteilt:
    • 30 % auf Steuerkonto
    • 10 % auf Rücklagen
    • fester Betrag aufs Kreditkonto
    • Rest bleibt für Betriebsausgaben
  • Am 5. überweise ich mir „mein Gehalt“ vom Privatkonto

👉 Dadurch sind alle „großen Blöcke“ direkt am Monatsanfang erledigt – und ich kann mit dem Rest frei arbeiten.


Der Effekt: Mehr Überblick, mehr Sicherheit, mehr Vertrauen

Seitdem ich das System nutze, habe ich:

✅ nie mehr eine Steuer-Nachzahlung aus dem Nichts bekommen
✅ Kreditgeber konnten klar sehen: „Der weiß, was er tut.“
✅ weniger Stress beim Monatsabschluss
✅ keine unangenehmen Überraschungen mehr

Und ganz ehrlich: Das Gefühl, am Monatsende Geld übrig zu haben, das wirklich „frei“ ist, ist unbezahlbar.


Was brauchst du dafür?

  • Ein Girokonto mit Unterkonten oder mehrere kostenfreie Konten
  • Etwas Disziplin am Anfang (die Automatismen einrichten)
  • Die Bereitschaft, dir selbst Regeln zu setzen – und dich dran zu halten

💡 Tipp: Einige Kontenlösungen wie Kontist, Finom oder Holvi bieten automatische Steuer-Rücklage-Funktionen – perfekt für Einsteiger.


Wer seine Finanzen im Griff hat, bekommt auch leichter Kredite

Ich wurde bei der letzten Kreditanfrage gefragt:

„Wie stellen Sie sicher, dass Rücklagen und Raten pünktlich bedient werden?“

Meine Antwort:

„Ich hab ein Kontensystem mit klarer Aufteilung – Rücklagen fließen automatisch. Ich hab da keine Wahl.“

Der Banker hat gelächelt. Und den Kredit gab’s.


Im nächsten Beitrag kann ich dir zeigen, wie du als Selbstständiger trotz mäßiger SCHUFA noch Chancen auf einen Kredit hast – mit Alternativanbietern und kluger Argumentation.
Oder lieber mal ein Vergleich: Welche Banken bieten die besten Geschäftskonten für genau so ein System?

 

Modernisieren mit Kredit & Förderung: Wie ein Metallbetrieb durch Investitionskredit, BAFA-Beratung & Leasing wettbewerbsfähig blieb

Ich bin Alex – und ich sag’s dir ehrlich: Wenn Betriebe wie dieser nicht modernisieren, gehen sie unter. Aber mit dem richtigen Finanzierungs-Mix lässt sich auch ein Traditionsbetrieb in ein zukunftsfähiges Unternehmen verwandeln.


Der Ist-Zustand: Fertigung am Limit

Die Müller GmbH bearbeitete Bleche für den Maschinenbau.
Zuverlässig, solide – aber analog bis ins Mark.
Kein papierloses Büro. Keine zentrale Maschinensteuerung.
Die Fertigung lief auf Maschinen, die teils 25 Jahre alt waren.
Kunden wurden anspruchsvoller, Lieferzeiten kürzer. Der Druck wuchs.
Und der Stromverbrauch? Eine Katastrophe.

Lösung: Investieren. Oder bald Kunden verlieren.


Der Plan: Digitalisierung & Energieeffizienz in einem Rutsch

  • neue Blechbiegemaschine mit Automatisierung
  • Umrüstung auf LED & Druckluftoptimierung
  • Energiemanagementsystem ISO 50001
  • ERP-Software mit Schnittstelle zur Fertigung
  • neues Lagerverwaltungssystem

Gesamtinvestition: knapp 600.000 €


Der Finanzierungsweg

1. KfW-Energieeffizienzprogramm (KfW 295)

  • 250.000 €
  • Laufzeit: 10 Jahre, 2 tilgungsfreie Jahre
  • effektiver Zins: 2,2 %
  • Förderung von Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs
  • inkl. Sondertilgungsoptionen

Tipp: Wurde über die Hausbank beantragt – vorher aber alles mit einem BAFA-Energieberater durchgerechnet und belegt. Ohne das: keine Chance.


2. BAFA-Förderung für Energieberatung im Mittelstand

  • 80 % Zuschuss auf 8.000 € Beratungskosten
  • Analyse deckte massive Einsparpotenziale auf
  • Diente als Grundlage für KfW-Antrag & Investitionsentscheidung

3. Leasing über Grenke für Maschinen & IT-Infrastruktur

  • CNC-Biegemaschine (Wert: 180.000 €) → Leasing
  • Server, ERP-Software, Tablets für die Halle
  • Leasingrate monatlich ca. 4.300 €
  • steuerlich vorteilhaft & bilanzneutral

4. Eigenkapital & stille Beteiligung über MBG NRW

  • 100.000 € stille Beteiligung, Laufzeit 10 Jahre
  • stärkt die Eigenkapitalquote
  • verbessert Bonität für weitere Kredite

Ergebnis: Energie runter, Leistung rauf

  • Stromkosten gesenkt um 38 %
  • Fertigungszeit pro Teil: –22 %
  • Fehlerquote gesunken durch digitale Schnittstellen
  • Lagerdauer der Bauteile: –31 %
  • neue Kunden aus der Automatisierungsbranche gewonnen

Finanzierung ist kein Luxus – sie ist Überlebensstrategie

Viele Mittelständler scheuen den Schritt, weil ihnen die Kombi aus Krediten, Leasing und Förderung zu komplex erscheint.
Aber: Mit Beratung, sauberer Planung und Mut lässt sich auch ein „analoges“ Unternehmen wieder fit machen für den Wettbewerb.


 

Mein erstes Mitarbeitergehalt – wie ich es kalkuliert habe, ohne mein Unternehmen zu ruinieren

Ich geb’s ehrlich zu: Der Gedanke, jemanden einzustellen, hat mir lange richtig Schiss gemacht. Nicht, weil ich kein Vertrauen in andere hätte – sondern weil ich nicht wusste, ob ich mir das wirklich leisten kann.
Ein festes Gehalt, Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Büroausstattung … da kommt einiges zusammen.
Aber ich wollte wachsen. Und ich wusste: Alleine komm ich irgendwann nicht mehr weiter.
Deshalb zeig ich dir heute, wie ich mein erstes Mitarbeitergehalt kalkuliert habe, worauf ich geachtet hab – und was ich beim nächsten Mal besser (oder genauso) machen würde.


Die Ausgangslage: Mehr Arbeit, weniger Fokus

Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen – Kundenbetreuung, Buchhaltung, Angebotslegung, Websitepflege, Social Media, und dann auch noch Neukundenakquise.

Das hat sich gerächt:

  • Ich hab Aufträge verschoben
  • Rechnungen zu spät geschrieben
  • Bei Kundenanfragen oft zu spät reagiert

Und irgendwann war klar: Ich brauch Hilfe – vor allem im Backoffice. Aber eben nicht auf Kosten meiner Existenz.


So hab ich das Gehalt kalkuliert – Schritt für Schritt

1. Bedarf analysieren

Ich hab zuerst geschaut: Welche Aufgaben könnte jemand übernehmen?

  • E-Mails sortieren & beantworten
  • Rechnungen schreiben
  • Termine koordinieren
  • einfache Recherchen
  • Pflege von Online-Tools

Ich wusste: Das ist kein Vollzeitjob. Also hab ich von Anfang an mit einer Teilzeitkraft auf 20 Stunden/Woche gerechnet.

2. Bruttogehalt definiert

Ich wollte fair zahlen, aber auch realistisch bleiben.
Nach etwas Recherche und Gesprächen im Netzwerk hab ich mich entschieden für:

👉 2.200 € brutto / Monat bei 20 Std./Woche

Das liegt über Mindestlohn, aber unter Tarif – und war für den Aufgabenbereich absolut gerechtfertigt.

3. Gesamtkosten für mich als Arbeitgeber

Viele vergessen das: Das Bruttogehalt ist nicht das, was dich als Unternehmer wirklich kostet.

Ich hab grob gerechnet:

  • 2.200 € brutto
    • ca. 400–500 € Sozialabgaben Arbeitgeberanteil
    • Versicherung (BG, ggf. Zusatzleistungen)
    • Hardware (Laptop, Bildschirm, Headset)
    • Softwarezugänge

In Summe: ca. 2.800–3.000 € pro Monat
Das war meine Benchmark. Und damit bin ich in die Budgetplanung gegangen.


Woher kommt das Geld? Liquiditätscheck

Ich hab mir dann ehrlich die Frage gestellt:
Kann ich diese Kosten über mindestens 12 Monate hinweg tragen – auch, wenn’s mal schlechter läuft?

Meine Antwort war: Ja, mit Einschränkungen.
Ich hab dann:

  • meinen Unternehmerlohn leicht reduziert
  • weniger Marketing-Budget eingeplant
  • einen kleinen Puffer aus Rücklagen genommen
  • mit einem Förderprogramm kombiniert (dazu gleich mehr)

Förderprogramme nutzen – mein echter Gamechanger

Was mir am meisten geholfen hat: Ich hab mich beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit beraten lassen.
Und siehe da: Es gibt richtig gute Förderungen für die Einstellung von Arbeitslosen oder Berufsrückkehrern.
In meinem Fall: 50 % Lohnkostenzuschuss für die ersten 6 Monate
Dadurch konnte ich viel entspannter starten – und mein erster Mitarbeiter bekam einen fairen Vertrag.


Mitarbeiter einstellen ist kein Risiko – wenn man’s richtig vorbereitet

Ich hätte es früher machen sollen – ganz ehrlich.
Heute hab ich nicht nur mehr Kapazitäten, sondern auch mehr Klarheit im Kopf.
Ich kann mich wieder auf das konzentrieren, was ich am besten kann – und die anderen Aufgaben sind in guten Händen.
Wenn du gerade überlegst, ob du jemanden einstellen sollst – sprich mich gerne an. Ich zeig dir, wie ich’s gerechnet hab – und was ich beim nächsten Mal anders machen würde.