Bürgschaft als Kreditsicherheit: So kommst du trotz fehlender Sicherheiten an Finanzierungen

Veröffentlicht am 18. März 2025

Hallo, ich bin’s wieder – Alex.
Heute geht’s um ein Thema, das bei der Kreditvergabe für Unternehmer oft der „Gamechanger“ ist: die Bürgschaft.

Denn wenn du als Selbstständiger oder Unternehmer keine Immobilie, kein großes Eigenkapital oder sonstige Sicherheiten hast, kann eine Bürgschaft der Schlüssel zum Kredit sein.
Aber: Nicht jede Bürgschaft ist gleich, und du solltest wissen, worauf du dich einlässt – oder welche Alternativen es gibt.

In diesem Artikel zeig ich dir:
✅ Was eine Bürgschaft genau ist und wie sie funktioniert
✅ Welche Arten es gibt – privat, bankseitig, staatlich
✅ Wie du eine Bürgschaft beantragst
✅ Und was du unbedingt beachten solltest, um nicht in die Haftungsfalle zu geraten

Die besten Kredite in der Übersicht

KreditanbieterKreditsummeLaufzeitenKreditanfrage
Teylor
15.000, – 5.000.000,- EUR
6 – 60+ Monate
Kostenlos anfragen
Targobank
1.500, – 50.000,- EUR
12 – 84 Monate
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Kredit-Unternehmer
1.000, – 120.000,- EUR
12 – 120 Monate
Kostenlos anfragen

1. Was ist eine Bürgschaft überhaupt?

📌 Eine Bürgschaft ist ein Vertrag, in dem eine dritte Person oder Institution für deine Schulden haftet, falls du deinen Kredit nicht zurückzahlen kannst.

Das bedeutet:
✔ Du bekommst den Kredit
✔ Die Bank fühlt sich sicher – weil jemand anderes notfalls einspringt
✔ Du musst dafür meist keine klassischen Sicherheiten hinterlegen

💡 Bürgschaften sind besonders interessant für Gründer, Freiberufler und KMU, die zwar eine gute Geschäftsidee haben, aber keine materiellen Sicherheiten mitbringen.


2. Diese Arten von Bürgschaften gibt es

✅ 1. Private Bürgschaft (z. B. durch Partner oder Familie)

Jemand aus deinem Umfeld verpflichtet sich, für deinen Kredit zu haften.

✔ Schnell, unkompliziert
✔ Häufig bei Gründungen oder kleinen Krediten

❌ Aber: Persönliches Risiko für den Bürgen! Freundschaft + Geld = gefährlich.


✅ 2. Bankbürgschaft

Eine andere Bank oder ein Kreditinstitut sichert deinen Kredit ab.

✔ Eher selten im klassischen KMU-Bereich
✔ Spielt z. B. bei größeren Bauvorhaben oder internationalen Geschäften eine Rolle


✅ 3. Bürgschaftsbank (staatlich gefördert!)

💥 Das ist für viele Unternehmer die interessanteste Variante.

➡ Bürgschaftsbanken gibt es in jedem Bundesland. Sie übernehmen bis zu 80 % des Kreditrisikos gegenüber deiner Hausbank.
➡ Das heißt: Du bekommst einen Kredit, obwohl du keine klassischen Sicherheiten mitbringst.

Beispiele:

  • Bürgschaftsbank NRW
  • Bürgschaftsbank Bayern
  • Bürgschaftsbank Baden-Württemberg usw.

3. Wann ist eine Bürgschaft sinnvoll?

✅ Du willst gründen, hast aber kein Eigenkapital
✅ Du brauchst einen Investitionskredit, hast aber keine Immobilie als Sicherheit
✅ Du möchtest einen KfW-Kredit beantragen, aber die Hausbank verlangt Sicherheiten
✅ Du willst kurzfristig Liquidität und deine Bonität ist solide, aber „blank“


4. Wie funktioniert eine Bürgschaft über die Bürgschaftsbank?

🔹 Variante A: „Hausbankverfahren“

Du stellst einen Kreditantrag bei deiner Bank → Die Bank beantragt parallel eine Bürgschaft bei der Bürgschaftsbank.

➡ Vorteil: Du musst dich um nichts extra kümmern.
➡ Nachteil: Nicht jede Bank macht’s automatisch – du musst’s ansprechen!

🔹 Variante B: „Direktbürgschaft“

Du gehst direkt zur Bürgschaftsbank, holst dir eine Bürgschaftszusage – und gehst damit zur Bank.

➡ Vorteil: Du trittst vorbereitet auf, Bank sieht geringeres Risiko.
➡ Nachteil: Etwas mehr Papierkram für dich.

Tipp: Die Bürgschaftsbanken bieten oft telefonische Beratung oder Online-Anträge – einfach mal auf deren Webseite schauen.


5. Was kostet eine Bürgschaft?

📌 Die Bürgschaft ist nicht kostenlos – aber meist günstiger als höhere Kreditzinsen.

💶 Typische Kosten:

  • Bereitstellungsprovision: ca. 1–1,5 % pro Jahr der verbürgten Summe
  • Einmalige Bearbeitungsgebühr: ca. 1–2 %

💡 Dafür bekommst du in der Regel bessere Kreditkonditionen, weil das Risiko für die Bank sinkt.


6. Worauf du achten solltest

✅ Haftungsumfang prüfen – Bürgt jemand zu 100 % oder nur teilweise?
✅ Rückzahlungsmodalitäten klären – Was passiert, wenn’s eng wird?
✅ Verhältnis zum Bürgen im Klaren sein – Bei privaten Bürgen kann’s zu Konflikten kommen
✅ Nicht überbürgschaften – Eine Bürgschaft ist keine Einladung zur Überschuldung


✅ Fazit: Die Bürgschaft ist ein wertvolles Instrument – wenn du sie richtig einsetzt

📌 Meine Empfehlung:
✔ Wenn dir Sicherheiten fehlen, frag gezielt bei deiner Bank nach einer Bürgschaftsbanklösung
✔ Alternativ: Bereite dich auf das Direktbürgschaftsverfahren vor
✔ Nutze Bürgschaften als Türöffner – aber plane realistisch, damit der Bürge nicht einspringen muss
✔ Lass dich vorab beraten – z. B. durch IHK, HWK oder die Bürgschaftsbank direkt


Wie ist’s bei dir? Hast du schon mal mit einer Bürgschaft gearbeitet – oder überlegst du, das zu tun?
Schreib’s mir gern in die Kommentare – ich freu mich auf den Austausch! 😊