Meine Fulfin Erfahrung als Amazon FBA Seller
Heute spreche ich mal alle an, die ihr Geld im Internet verdienen. Nicht mit Dienstleistungen, sondern mit physischen Produkten. Egal ob ihr euer Zeug über Amazon FBA vertickt oder einen eigenen Shopify-Store hochgezogen habt.
Ihr kennt diesen einen Moment im Jahr, der über alles entscheidet: Q4. Das Weihnachtsgeschäft.
Ich hab mich für diesen Test mal tief in die E-Commerce-Szene eingegraben. Das Szenario ist fast immer das gleiche: Dein Produkt läuft super. Die Kunden lieben deine Bambus-Zahnbürsten oder deine speziellen Yoga-Matten. Du verkaufst alles leer.
Und dann?
Dann musst du nachbestellen. Container aus China, Vorkasse beim Lieferanten. Aber dein Geld von Amazon? Das kommt erst in 14 Tagen. Oder noch später. Und die Produktion dauert auch 6 Wochen.
Das ist die tödliche „Cashflow-Lücke“.
Deine Hausbank guckt dich nur mit großen Augen an: „Wie, Sie haben keine Maschinen als Sicherheit? Nur… Zahnbürsten?“ – Kredit abgelehnt.
Genau hier kommt Fulfin ins Spiel. Ich hab mir angeschaut, ob die wirklich die Retter für Online-Händler sind.
Warenfinanzierung statt Ratenkredit – Wie Fulfin tickt
Fulfin ist keine Bank im klassischen Sinne. Die haben sich komplett auf E-Commerce eingeschossen. Das merkt man schon beim Antrag.
Vergesst Gehaltsnachweise oder dicke Businesspläne auf Papier.
Was die wollen, ist Daten.
Der Prozess war für mich fast schon gruselig einfach, aber genial:
Du verknüpfst deinen Amazon Seller Central Account oder dein Shop-System (Shopify, WooCommerce etc.) direkt mit Fulfin. Über eine API-Schnittstelle. Das heißt: Die sehen in Echtzeit, wie viel du verkaufst, wie deine Retourenquote ist und wie gesund dein Business läuft.
Der „No-Bullshit“-Antrag
- Account erstellt (dauert 5 Minuten).
- Verknüpfung mit dem Verkaufs-Konto hergestellt.
- Die Analyse läuft automatisch im Hintergrund.
Ich fand das extrem entspannt. Kein Bankberater, dem ich erklären muss, was eine „Buy Box“ ist oder warum meine Marge sinkt, wenn ich PPC-Werbung schalte. Das System checkt das. Nach der Analyse (bei mir dauerte das keine 48 Stunden) kriegst du ein Angebot.
Das Angebot: Schnell, aber flexibel
Fulfin bietet meistens Darlehen mit Laufzeiten an, die zum Handelszyklus passen. Also eher 3 bis 12 Monate. Perfekt, um Ware zu kaufen, zu verkaufen und den Kredit dann wieder loszuwerden.
Ich hab ein Angebot über 20.000 Euro bekommen für den Wareneinkauf.
Der Haken? Die Kosten.
Machen wir uns nix vor: Das ist teurer als ein KfW-Förderkredit (den du eh nicht kriegst). Die Zinsen sind spürbar. Aber man muss das anders rechnen:
Wenn ich die 20.000 Euro nicht nehme, kann ich keine Ware kaufen.
Dann bin ich „Out of Stock“. Dann ist mein Ranking bei Amazon im Eimer. Dann verdiene ich 0 Euro. Nehme ich das Geld, zahle ich zwar Zinsen, mache aber mit der Ware vielleicht 40.000 Euro Umsatz.
Unter dem Strich also ein Gewinn. Wer so rechnet, für den ist Fulfin ein No-Brainer. Wer das Geld nur braucht, um seine Miete zu zahlen, weil das Business nicht läuft – Finger weg! Die finanzieren Wachstum, keine Insolvenzverschleppung.
Mein Fazit für Seller
Fulfin hat verstanden, wie Online-Handel 2024 funktioniert.
Für mich ist das der ideale Partner für die Skalierung.
Pro:
- Verstehen das Business (keine dummen Fragen).
- Extrem schnelle Entscheidung dank Konten-Verknüpfung.
- Liquidität genau dann, wenn man sie braucht (vor Weihnachten!).
Contra:
- Nichts für blutige Anfänger ohne Verkaufshistorie (du brauchst schon Umsätze, meistens min. 3-6 Monate History).
- Kosten sind höher als bei der Sparkasse (aber dafür kriegt man es halt auch).
Wie finanziert ihr euer Lager? Habt ihr reiche Eltern, spart ihr alles vom Mund ab oder nutzt ihr auch solche FinTechs?
Haut mal in die Tasten, würde mich interessieren wer hier noch im „Q4-Wahnsinn“ steckt!