Meine Erfahrung mit Compeon wenn die Hausbank „Gastro-Risiko“ schreit

Veröffentlicht am 6. Januar 2026

Heute widme ich mich mal einem Thema, bei dem ich echt oft emotionale Mails von euch kriege: Die Gastronomie.

Egal ob ihr den Traum vom hippen Café in der Innenstadt habt, einen Foodtruck starten wollt oder eure bestehende Pizzeria dringend eine neue Küche braucht – sobald ihr bei der Bank das Wort „Gastronomie“ in den Mund nehmt, friert die Stimmung oft schneller ein als das Eis in der Kühlung.
Ich hab mich für diesen Test mal in die Rolle eines Café-Betreibers versetzt, der seine Ladenfläche erweitern will. Eine neue Siebträgermaschine (die Dinger kosten ja schnell mal so viel wie ein Kleinwagen), neue Möbel und eine Terrasse. Kostenpunkt: Rund 40.000 Euro.
Der Gang zur klassischen Filialbank war… ernüchternd. „Tut uns leid, Gastronomie ist uns aktuell zu risikoreich.“ Bamm. Tür zu.
Also hab ich mich an Compeon gewandt. Und ich sag euch jetzt mal, warum das für Unternehmer vielleicht der bessere Weg ist als das Klinkenputzen bei einzelnen Banken.

Was macht Compeon anders?

Compeon ist keine Bank. Das ist wichtig zu verstehen. Es ist eher wie ein riesiger Marktplatz oder ein Immobilienmakler für Kredite. Du stellst dein Projekt einmal vor, und die fragen bei über 250 Finanzpartnern an.
Das Geniale daran: Da sind nicht nur die klassischen Banken dabei, sondern auch Spezialfinanzierer, die vielleicht Bock auf Gastro haben, während die Sparkasse abwinkt.
Der Prozess: Einmal nackig machen, viele Angebote

Okay, der Aufwand am Anfang ist schon höher als bei so Sofort-Krediten wie Auxmoney. Du musst dein Vorhaben schon genau beschreiben. Businessplan, Zahlen der letzten Jahre (wenn vorhanden), Investitionsplan.
Ich hab das alles hochgeladen und dachte: „Jetzt heißt es warten.“
Aber dann kam der Service-Faktor: Ein Berater von Compeon hat sich gemeldet. Ein echter Mensch. Der ist mit mir die Unterlagen durchgegangen und hat mir einen Tipp gegeben, der Gold wert war.
Er meinte: „Alex, für die neue Küche und die energieeffiziente Kühlung können wir versuchen, Fördermittel einzubauen.“

Darauf wäre ich alleine nie gekommen. Die prüfen also automatisch, ob es Gelder von der KfW oder Landesbanken gibt, die man anzapfen kann. Das ist für mich ein riesen Pluspunkt, den dir kein Algorithmus bietet.

Das Ergebnis: Nicht sofort, aber maßgeschneidert

Es hat ein paar Tage gedauert. Wer das Geld „morgen früh“ auf dem Konto braucht, ist hier falsch.

Aber nach knapp einer Woche hatte ich drei Angebote auf dem Tisch liegen.

  1. Eine Bank, die ich noch nie gehört hatte, aber gute Zinsen bot.
  2. Ein Angebot mit Fördermitteln (weniger Zinsen, aber mehr Papierkram).
  3. Eine Leasing-Option für die Kaffeemaschine (statt Kauf).

Das fand ich stark. Ich konnte vergleichen. Am Ende hätte ich mich für die Leasing-Variante der Maschine und einen kleineren Kredit für den Umbau entschieden. Das schont die Liquidität, was gerade in der Gastro überlebenswichtig ist, wenn im Winter mal weniger Gäste kommen.

Für wen ist das was?

  • Perfekt für: Größere Investitionen (ab 10.000€ aufwärts), Gründungen oder komplexe Vorhaben wie Umbauten. Und vor allem für „schwierige“ Branchen wie Gastro, Transport oder Bau.
  • Nichts für: Den schnellen 2.000€ Dispo-Ausgleich oder wenn man gar keine Unterlagen/Businessplan hat.

Mein ehrliches Fazit

Compeon nimmt einem die Arbeit ab, von Bank zu Bank zu rennen und sich Absagen abzuholen. Man fühlt sich, als hätte man eine eigene Finanzabteilung, die für einen verhandelt.
Klar, man muss etwas Geduld mitbringen, bis alle Angebote da sind. Aber dafür kriegt man oft Konditionen, die man als „kleiner Wirt“ alleine nie bekommen hätte. Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr in der Gastro überhaupt noch Chancen bei der Hausbank oder läuft mittlerweile alles über Vermittler und Leasing? Erzählt mal, wie ihr eure Küche finanziert habt