Mein Check des Leasing-Modells für Handwerker – Wie mein Kumpel, der Dachdecker, seinen Fuhrpark fit gemacht hat.

Veröffentlicht am 17. November 2025

Moin zusammen! Alex hier.
Für Berufe wie Dachdecker, Schreiner oder Installateure geht es nicht um eine 8.000 Euro Softwarelizenz, sondern schnell um riesige Investitionen in Maschinen, Fuhrparks und Spezialwerkzeuge. Hier sprechen wir über ganz andere Summen und Herausforderungen bei der Kapitalbeschaffung.
Mein alter Schulfreund Sven, selbstständiger Dachdeckermeister, stand vor zwei Jahren vor einem riesen Problem: Seine zwei Transporter waren am Ende. Ständig Reparaturen, Ausfallzeiten auf der Baustelle – das war ein echtes Risiko für sein Geschäft. Er brauchte zwei neue, top ausgestattete Kastenwagen. Kostenpunkt: Rund 80.000 Euro netto.
So eine Summe kann man nicht einfach so auf den Tisch legen. Und die Hausbank hätte bei einem Kredit wieder riesige Sicherheiten gefordert.
Die Lösung, die für viele Handwerksbetriebe ideal ist: Leasing.


Die Macht der Miete: Warum Leasing für mobile Assets rockt

Leasing wird oft missverstanden, dabei ist es für den Mittelstand und vor allem für das Handwerk ein echtes Ass im Ärmel. Vereinfacht gesagt, kaufst Du die Assets (die Transporter, die teuren Werkzeuge) nicht, sondern Du mietest sie über eine vertraglich vereinbarte Laufzeit.
Sven hat sich für das Finanzierungs-Leasing seiner neuen Transporter entschieden. Er hat sich einen spezialisierten Leasing-Anbieter gesucht, der sich gut mit Nutzfahrzeugen und dem Handwerk auskennt.

Die Vorteile für ihn als Dachdeckermeister waren überwältigend:

  1. Schonung der Liquidität: Sven musste nicht die 80.000 Euro auf einmal aufbringen. Er zahlte eine überschaubare monatliche Leasingrate. Das ist gerade für Handwerker wichtig, bei denen Materialkosten vorfinanziert werden müssen und große Rechnungen manchmal auf sich warten lassen. Die Eigenkapitalquote im Unternehmen wird nicht belastet, und die Kreditlinie bei der Bank bleibt frei für unvorhergesehene Engpässe.
  2. Immer auf dem Neuesten Stand: Gerade bei Transportern sind moderne Motoren sparsamer und die Ausrüstung besser. Mit Leasing kann Sven nach Ende der Laufzeit (z.B. nach 48 Monaten) die alten Fahrzeuge einfach zurückgeben und zwei nagelneue leasen. Er ist so immer mit modernstem Equipment unterwegs, was auf dem Bau einen riesen Unterschied in Sachen Effizienz macht.
  3. Steuerliche Vorteile: Die monatlichen Leasingraten kann Sven komplett als Betriebsausgaben absetzen. Das mindert seinen zu versteuernden Gewinn. Das ist ein riesen Pluspunkt, über den jeder Unternehmer mal mit seinem Steuerberater sprechen sollte.

Svens Leasing-Erfahrung: Die Tücken im Detail

So gut das klingt, ein paar Fallstricke gibt es immer, und Sven ist da voll reingetappt.

Der Restwert-Poker: Sven hatte sich für ein Restwert-Leasing entschieden. Das heißt, am Ende der Laufzeit wird ein vertraglicher Restwert für das Fahrzeug festgelegt. Wenn der tatsächliche Marktwert am Ende niedriger ist als der vereinbarte Restwert, muss Sven die Differenz draufzahlen! Beim Leasing von Nutzfahrzeugen, die auf der Baustelle hart rangenommen werden, ist die Gefahr eines Wertverlustes durch Schrammen oder hohe Kilometerleistung sehr real.

Mein Tipp an dich, der Alex, für alle die das lesen: Wenn Du Dein Asset stark beanspruchst, nimm lieber das Kilometer-Leasing. Hier zahlst Du nur für die gefahrenen Kilometer und bist am Ende aus dem Schneider. Du gibst das Auto einfach zurück.

Die Versicherungsfalle: Sven musste die Transporter vollkasko versichern und die Versicherung musste auf den Leasinggeber laufen. Das war ihm vorher nicht ganz klar und hat die monatlichen Fixkosten höher gemacht, als er anfangs gedacht hatte. Unbedingt die Gesamtkosten vorher durchrechnen!

Fazit für den Handwerksmeister: Leasing hält Dich Flexibel

Für Handwerksbetriebe und Unternehmer mit hohem Bedarf an beweglichen Wirtschaftsgütern ist Leasing oft die klügere Alternative zum klassischen Kauf oder Kredit. Es schont das Kapital und hält Dich technisch flexibel. Man muss nur die Vertragsart (Restwert- vs. Kilometer-Leasing) sehr genau prüfen und die Gesamtbelastung (Rate plus Versicherung) realistisch einschätzen.
Sven ist heute super zufrieden. Seine neuen Transporter laufen, seine Baustellen sind schneller und er hat seine Liquidität fest im Griff.

Bis bald und achtet auf den Restwert, Euer Alex. 🙂